Wohin im Urlaub mit der Katze?

Sommerzeit, Ferienzeit. Die meisten von uns zieht es jetzt zu einem Urlaub ans Meer, zum Wandern in die Berge oder zu einem aufregenden Urlaub in die nächste Großstadt. Aber was macht man zu dieser Zeit mit dem Stubentiger? Er muss ja nicht nur gefüttert werden und ein sauberes Katzenklo haben, sondern sollte auch anderweitig beschäftigt werden.

Manche Hotels bieten ihren Gästen die Möglichkeit an, ihre Katzen für einen kleinen Aufpreis mitzunehmen. Aber Achtung! Für die meisten Katzen ist das der blanke Horror. Im Gegensatz zu Hunden fühlen sie sich eher an ihr Revier als an ihren Menschen gebunden. Sie in eine völlig fremde Umgebung mitzunehmen bedeutet also nicht nur wegen der teilweise sehr langen Autofahrt enormen Stress. Während der Mensch es sich am Strand gemütlich macht, ist die Katze für mehrere Wochen in einem winzig kleinen Hotelzimmer gefangen. Ein schöner Urlaub ist das nicht. Natürlich gibt es auch reisefreudige Katzen, die es lieben, neue Territorien zu erkunden. Diese sind allerdings enorm selten und dem Tier zu Liebe sollte man es gar nicht erst auf Experimente ankommen lassen. Übrigens trifft das auch auf Tierpensionen zu. Hier werden Katzen tagsüber zwar beschäftigt und haben Blick auf Artgenossen – das Problem mit dem Revierwechsel besteht trotzdem.
Die beste Möglichkeit – und für Tierfreunde eigentlich auch die einzige, wenn es sich irgendwie einrichten lässt – ist es also, die Mieze zu Hause zu lassen. Wer niemanden hat, der sich um die Katze kümmern kann, der kann auch professionelle Tierpfleger oder Catsitter mit der Betreuung der Haustiere beauftragen. Diese kommen ein bis zwei Mal am Tag ins Haus, räumen das Katzenklo aus, füttern das Tier, geben ihm frisches Wasser, versorgen es unter Umständen sogar mit Medikamenten, spielen und schmusen mit ihm (ganz nebenbei kümmern sie sich übrigens häufig auch gerne noch um Post und Blumen). Gerade letzteres sollte man nicht unterschätzen. Katzen sind einfach soziale und intelligente Tiere, die beschäftigt werden wollen. Gerade wenn die Katze alleine lebt (was sie eigentlich ja auf keinen Fall sollte) ist eine sinnvolle Beschäftigung unerlässlich.

Da der Catsitter auch nicht den ganzen Tag vor Ort sein kann, gilt es also zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Das geht am besten durch intelligentes Katzenspielzeug. Damit können Katzen sich über einen langen Zeitraum hinweg beschäftigen, ohne dass ein Mensch zur Animation bereit stehen muss. Beim Katzentrainer Blacky zum Beispiel muss nur ein wenig Trockenfutter eingefüllt werden – jetzt kann Ihr Stubentiger Häppchen für Häppchen heraus fischen. Etwas kniffliger wird es da schon beim Brain Twister, denn hier muss Ihre Katze richtige Denksportaufgaben lösen, Klappen öffnen, Schieber rangieren und mit der Pfote angeln gehen.

Eines gibt es allerdings zu beachten, wenn Sie das Spielzeug für Ihre Katze zusammen stellen: Räumen Sie tunlichst alles weg, was Kleinteile hat. Diese könnten beim wilden Spiel abreißen und im Magen Ihrer Mieze landen. Im schlimmsten Fall verschluckt sie sich sogar daran. Auch Angelspiele und lange Schnüre sollten sicher im Schrank verstaut werden, damit sich Ihre Katze nicht stranguliert.

Ein kleiner Tipp übrigens noch, wenn Sie jemanden mit der Katzenpflege beauftragen: Ihre Telefonnummer sowie des Tierarztes sollten ebenso bereit liegen, wie Futter, Medikamente und Co. Kippen Sie vor der Abfahrt keine Fenster und weisen Sie notfalls auch den Betreuer Ihrer Katze noch einmal darauf hin, dass Kippfenster eine tödliche Gefahr für Katzen darstellen können. Wenn Sie auf all diese Dinge achten, wird Ihre Abwesenheit für Ihre Katze mit möglichst wenig Stress verbunden sein und Sie kehren zu einem gesunden und glücklichen Tier zurück.

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