Zweckentfremdung von Katzenspielzeug – Vorsicht! Gefahr!

Wir müssen an dieser Stelle wohl einmal einräumen, dass gutes Katzenspielzeug manchmal einfach mehr als ein paar Cent kostet. Dass man da auch gerne mal zu Alternativen greift und einfach andere Dinge zum Spielzeug zweckentfremdet, ist da irgendwie verständlich. Oft ist man sich als Katzenhalter aber gar nicht bewusst, welcher Gefahr man sein Tier dabei aussetzen kann. Das kann nicht nur das Leben unserer Stubentiger beeinträchtigen, sondern zur Konsequenz auch hohe Tierarztkosten zur Folge haben. Heute möchte ich deshalb die häufigsten Fehler vorstellen, die man bei Katzenspielzeug machen kann.

Laserpointer – die Gefahr fürs Auge

 Katzen sind wilde Jäger, wir Menschen eher bequem. Ein Laserpointer scheint da eine tolle Idee zu sein, wie wir unseren Tiger beschäftigen können: Wir machen es uns auf dem Sofa bequem, schwenken ein wenig die Hand hin und her und lassen unsere Mieze mit wenig Aufwand durch die halbe Wohnung springen. Doch Vorsicht! Bei so wildem Spiel kann es schnell passieren, dass man seiner Katze mit dem Laserpointer versehentlich ins Auge leuchtet. Wie Ihr vielleicht wisst, werden Laser auch als Schneidewerkzeug und bei Operationen verwendet. Treffen sie das Auge, können sie die Netzhaut der Katze verbrennen. Im schlimmsten Fall kann das zur Erblindung führen. Tierärzte und Tierschutzvereine fordern deshalb sogar ein Verkaufsverbot für Laserpointer.
Dieses Risiko ist natürlich nicht der einzige Grund, warum ein Laserpointer als Katzenspielzeug ungeeignet ist. So sehr die Katze sich auch bemüht, sie kann den Punkt nicht fangen. Das ist nicht artgerecht und der ständige Misserfolg kann die Katze schwer frustrieren. Besser wäre es, für solche Jagdspiele den Cat Dancer zu verwenden. Er ist für Katzen ungefährlich, bietet ein Erfolgserlebnis und macht uns bequemen Menschen nicht viel Arbeit.

Bälle aus Alufolie – Verschluckungsgefahr

Einfacher kann man ein Spielzeug nicht herstellen: Man nimmt einen Bogen Alufolie, knüllt ihn zusammen und schon hat die Katze einen Ball. Doch auch hier ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Manche Katzen jagen ihre Beute nicht nur, sondern wollen sie regelrecht zerlegen. Sie kauen auf ihrem Bällchen herum. Dabei können sich kleine Teile der Alufolie ablösen und im Magen des Tieres landen, wo sie für erhebliche Krankheiten sorgen können. Eine gute und nicht sehr teure Alternative zu solchen gefährlichen Bällen sind Filz-Bälle. Sie sind aus natürlichen Materialien und frei von Schadstoffen. Auf denen kann Ihre Katze nach Herzenslust herum kauen.

Pfeifenputzer – die bunte Gefahr

Auch Pfeifenputzer werden gerne als Spielzeug für die Mieze zweckentfremdet. Immerhin sehen sie bunt aus, sind schön puschelig und lassen sich verbiegen. Doch gerade von diesem „Spielzeug“ geht eine erhebliche Gefahr aus: Die spitzen Enden der Pfeifenputzer können die Katze im Mundraum verletzen – und gerade im Maul sind Verletzungen nicht gerade angenehm. Dasselbe gilt auch für Geschenkbänder und Plastik-Paketbänder. Hier besteht zusätzlich noch die Gefahr, dass die Katze sich beim Spielen stranguliert oder Teile verschluckt. Ein wesentlich ungefährlicheres Spielzeug, das denselben Zweck erfüllt, sind zum Beispiel die bunten Filz-Würmer. Hier besteht keine Strangulationsgefahr und es werden keine chemischen Materialien verarbeitet. Und schön bunt sind sie auch.

Fummelbretter – der Renner aus Eierkarton

Eine heutzutage sehr beliebte Form der Katzenbeschäftigung sind die Fummelbretter: Man füllt Futter in ein Labyrinth aus verschiedenen Gegenständen und die Katze ist damit beschäftigt, es heraus zu angeln. Manche Katzenhalter kommen jetzt auf die Idee, sich die Sache mit einem Eierkarton ganz leicht zu machen: Karton auf, Futter rein, Karton zu – viel Spaß. Aus der Perspektive der Beschäftigung klappt das auch. Allerdings weiß man nie, woher der Karton kommt. Da sie oft wieder verwendet werden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass darin schon einmal ein Ei ausgelaufen ist. Und das bedeutet für die Katze akute Salmonellengefahr! Sehr viel besser geeignet sind da richtige Katzentrainer. Sie lassen sich ganz leicht reinigen und sind damit immer hygienisch.
Ihr seht also: Ja, man kann seine Katze auch auf billige Art und Weise beschäftigen. Das kann aber sehr leicht zu Lasten der Gesundheit des heißgeliebten Tieres gehen. Ein paar Euro mehr für sinnvolles Spielzeug auszugeben, ist darum jedem Tierhalter dringend anzuraten.

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